Montag, 7. Mai 2018

DER RENNSTEIG


Nachdem ich Karsten fragte was er denn so am 30 April vor hat und ich Ihm dann erzählte das wir den Rennsteig befahren wollen sagte er doch sofort zu und machte auch gleich sehr viele gute Vorschläge. Es war mir schnell klar das Karsten genau der richtige Begleiter für die Tour ist. 
Ausserdem verabredeten wir uns noch für das XC Rennen in Trieb (habt ihr ja hoffentlich schon gelesen klick hier)
Da wir den Rennsteig  in einem Rutsch abfahren wollten sah  der glorreiche Plan so aus:
-  wir reisen sehr früh mit dem Auto an
-  fahren den gesamten Tag Rad
-  erholen uns über Nacht um dann mit dem Rennrad die Auto´s wieder abzuholen


Wie Clueso schon singt: „ ein guter Plan ist besser als eine Idee“
So trafen wir uns am Montag früh 7.00 Uhr in Blankenstein (Saale).
Und dann ging es auch direkt in den ersten Anstieg nix warm rollen oder so direkt in die Fresse.
Ich dachte mir platzen gleich die Beine. Das Rennen hatte deutlich Spuren im Antrieb hinterlassen. Nur irgendwie bei Karsten nicht. Er raste quasi den Berg auf dem großen Blatt hoch und meinte dann jetzt bleibt es erst mal etwas wellig aber alles gut fahrbar.



Wir fuhren auf schmalen Pfaden, natürlich auf Wiesen was meiner Laune irgendwie nicht so richtig bekam. Dazu meinte es das Wetter auch nicht unbedingt so gut mit uns. Es windete von allen Seiten. Irgendwann kamen wir dann mal zu einem Trail der tatsächlich nicht bergauf ging und sofort hatten wir alle richtig gute Laune.
Als Karsten dann eine Pause vorschlug waren wir doch sehr erleichtert.  Zum Glück hatten wir ein paar Stullen bei meiner Schwester geschmiert da wir schon damit gerechnet hatten das Montag nicht so viele Einkehrmöglickeiten zu finden sind. Bei der Pause viel uns auch auf wieviel Pollen wir schon im Gesicht, an den Rädern und an der Kleidung hatten.




Das Wetter zeigte sich weiterhin sehr unbeständig aber das Gute daran war dass sich die Pollenbelastung dann auch sehr schnell reduzierte. Auch wenn es frisch war so mussten wir nicht frieren denn am Berg wurde jeweils nicht gebummelt. Es galt aufmerksam zu bleiben da es immer mal einen Trail hoch, runter oder eben in der Ebene entlang ging. Hauptsächlich über Wurzel aber alles landschaftlich sehr idyllisch.



Irgendwann hatten wir Karstens Taktik verstanden, wenn Karsten am Berg aufsteht ist der Berg nur kurz. Schaltet er sofort auf ein kleines Kettenblatt (ja sowas gibt es noch) dauert es etwas länger. Da er die Strecke öfter als Guide für die Uni Ilmenau fährt kannte sich Karsten sehr gut aus. So konnte er uns aber auch immer mal ein paar Storys von den Ausflügen erzählen und natürlich Einiges zu den Sehenswürdigkeiten mitteilen. 





Ihr glaubt gar nicht wie glücklich wir waren als wir ein Restaurant fanden in dem wir richtig einkehren konnten. Und wir bestellten erst mal drauf los… Gulaschsuppe, Kuchen, Kaffee und Spiegelei mit Kartoffelsalat. Die Pause tat uns allen richtig gut.




Nachdem wir dann wieder unterwegs waren kamen wir auch direkt zum höchsten Punkt vom Rennsteig. Wir waren schon etwas müde, das kann nach 100km schon einmal vorkommen und so schmiedeten wir schon Pläne wo wohl ein günstiger Ausstieg wäre.




Doch Karsten sagte: „Leute bleibt geschmeidig ab jetzt geht es quasi nur noch bergab und die Wege sind jetzt auch nicht mehr so schwer. Ausserdem liegen wir super in der Zeit“
Das motivierte schon ziemlich. Und siehe da auf einmal waren wir in Oberhof und dann schon Ruckzuck am Inselsberg.

Wobei ich kurz vorm Inselsberg  neben Marie fahre und plötzlich fängt Sie an zu lachen.
“Wieso muss mir das Garmin jetzt ein Segment anzeigen…Stefan Große 8:33 bis nach oben.
DAS WILL DOCH KEINER WISSEN!!“
Denn nun wusste Sie was kommt. Ich nenne es liebevoll „THE WALL“
Das Asphaltsstück mit wirklich sehr vielen %. Das Garmin spuckt in dem steilen Abschnitt sowas wie 28 %  aus und ich kämpfe mit mir nicht abzusteigen.

Oben machen wir unsere letzte Rast und genießen die letzten Vorräte. Vom Inselsberg kann man gut sehen dass es ab und zu regnet und dass es auch sehr schöne sonnige Abschnitte gibt. Der Wind blässt weiterhin unerbittlich. So brechen wir in die Abfahrt auf. Auch die kennen wir schon vom Tabarz Marathon und so wissen wir dass man ein wenig vorsichtig sein muss. Es kommt wie es kommen muss… Marie schiebt…

Da wir in Italien Schlauchwechseln ja wirklich oft üben durften verlief die Reperatur im Hagelschauer sehr zügig. Kurz kam wieder die Überlegung jetzt abzubrechen aber Marie meinte nur:
„Wenn wir jetzt Heim fahren dann müssen wir das nochmal machen! Es sind keine 30 km mehr. Das ist doch nix“ Ich habe gesehen wir Karsten geschmunzelt hat. „Es kommen nur noch ein paar kleine Stiche“ So Karsten.
Aber ich sage EUCH ALLEN Sie waren die Hölle. Wir hatten schlagartig alle keinen Bock mehr. Und dann taucht plötzlich wieder ein wunderschöner Trail auf. Ach herrlich.
Zum Ende wurde es auch wieder richtig warm. Wir hätten noch ein paar Trails nehmen können aber bei der anhaltenden Müdigkeit war es einfach vernünftig dies nicht zu tun.



Als wir das Ziel erreichten waren wir wirklich alle sehr glücklich. Nach kurzer Pause machten wir uns dann auf den Weg nach Eisennach zum Zug. Bei km 178  verabschiedeten wir uns von Karsten. Er nahm den Zug nach Ilmenau. 




Marie und ich fuhren noch weiter bis zu meiner Schwester nach Gospiteroda. Nach 209 km fuhren wir auf den Hof und da hörten wir schon:
„Da seid ihr ja endlich… der Grill läuft noch holt euch etwas zu Essen“
Zum Glück veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr das traditionelle Maibaumfest, das war für uns ein wirklich gelungener Ausklang. Die Gespräche und das Essen waren super. Ein Lob meines Schwagers gleicht fast einem Ritterschlag und so schlief ich dann auch recht schnell ein denn als „SIR“ schläft es sich ja gleich viel besser.

Am nächsten Morgen spürten wir direkt dass wir heute besser mal die Räder stehen lassen und fuhren wir mit dem Auto meiner Schwester nach Blankenstein um unser Fahrzeug abzuholen. Auf der Heimreise waren wir zwar schon etwas traurig dass wir nicht selbst gefahren sind. Also aus eigener Kraft, denn der Thüringer Wald hat wirklich viel zu bieten. Wir werden auf jeden Fall auch die Rennräder hier noch öfter bewegen.

Es gibt eben immer noch viel zu entdecken und noch so viel mehr zu er“fahren“.
Nicht immer sollte der Wettbewerb im Vordergrund stehen und genau deshalb fand ich es schön dass sich Karsten für uns Zeit genommen hat. Eine lustige, abenteurliche und am Ende vielleicht auch schmerzhafte Zeit. Sie wird uns für immer in guter Erinnerung bleiben!




Dienstag, 24. April 2018

Mein erster "echter" DNF 

Eigentlich würde ich gerne schreiben das ich mir ein double Flat und die Kette zerrissen habe aber ich bin ehrlich und muss gestehen, dass trotz meines Trainingspensum und dem was ich schon alles gefahren bin es nicht bis ins Ziel beim Kellerwald Bikemarathon geschafft habe. 

Aber von Anfang. 
Ich bin vor dem Wecker wach geworden und war wirklich fröhlich drauf und motiviert. 
Vor Ort angekommen musste wir uns wirklich zusammen reißen und die vielen Gespräche kurz halten sonst hätten wir wahrscheinlich noch den Start verpasst. So viele Menschen die uns durch Facebook kennen und begrüßen wollen ist wirklich der Hammer. Ich muss mir endlich die Namen zu den Gesichtern merken *lach* 

Nachdem wir den Versorgungstisch, die Flage, die Fahrräder und uns selbst fertig  gemacht hatten, hatten wir auch noch 10 Minuten Zeit zum warm fahren. Um uns dann direkt in die Startaufstellung zu stellen. 

9 Uhr war Start. Die Einführungsrunde war neutralisiert aber ich verlor Marko und Stefan für die Hälfte, arbeitete mich aber wieder vor und war direkt hinter ihnen als die Strecke frei gegeben wurde. 


Die Jungs waren so schnell weg das ein hinterher hechten sinnfrei war. Irgendwann wird der Tag kommen wo ich mit den Jungs mit halten kann (dazu müssten sie wahrscheinlich eine ganze Saison ausfallen und ich doppelt so hart trainieren, aber die Hoffnung stirbt spätestens immer am Berg) 

Es lief so wie es lief ich strampelte dem Volk hinterher. Manuel kreiste immer wieder um mich rum und blieb schließlich angenehm an meinem Hinterrad. Es ging vom Schotter in den ersten Berg. Marko hatte mir eine Aufgabe gestellt. Halte dich eine deine Werte. Da ich mir aber mit der Strecke mal wieder etwas unsicher war wusste ich nicht ist das jetzt schon der erste Berg oder nicht und wenn ja dann trete ich viel zu viel Watt. Viel zu viele Gedanken schon am Anfang. Es trat sich trotzdem sehr angenehm. Die erste Hälfte war auch gefühlt schnell rum und die Trails obwohl sie doch überraschend matschig waren machten viel Laune. 

Vor der Verpflegungsstelle im Trail musste ich wohl mit dem Vorderrad etwas unschöner aufgekommen sein und die kleine Fütze Milch und der gut sitzende Reifen schafften es irgendwie 0,5 Bar zu halten aber zu fahren war es eher zäh und in den Kurven etwas schwammig. Manuel war sofort zu Stelle und pumpte das ich weiter fahren konnte. Das Procedere mussten wir leider auf 15km bis ins Ziel 3 mal wiederholen so das wir uns entschieden einen Schlauch in Start / Zielbereich rein zu machen. Auf dem Weg dort hin überholte noch eine Frau und mein Gedanke war auch booaah noch ne Runde, wer hatte eigentlich diese Idee. 

Aber da Manuel mir geholfen hatte wollte ich nicht direkt aufgeben. Weiter gings in die Nächste Runde. Ich verspürte recht schnell das der Druck aufs Pedall schon nicht mehr so war wie ich es eigentlich hätte haben wollen. Die Gedanken fingen an zu Kreisen und das Malto klebte mir auch so langsam den Magen zu das mir mit jedem Höhenmeter irgendwie unwohler wurde. Die Kunst beim aufstoßen nicht zu kotzen war ab dem Wiesenanstieg wirklich nur noch ein Schmaler Grat. Ich hatte vorher schon zu Manuel gesagt wenn er fit ist soll er fahren. Er hatte dann so ca. gute demotivierend 500m Abstand die ich nicht schaffte wieder zu zufahren. 

Nachdem Trail war Manuel ausser Sicht, ich alleine, die Beine wollten gar nicht mehr, der Magen schnürte sich weiter zu, der Mund wollte einfach nur was Wasser und kein Malto, kein Gel und meine Gedanken kreisten um den Schlossberg, den ich auch noch mal rauf müsste. 
Wenn 150 Watt zu 150Puls steht dann stimmt was nicht.
Meine Gedanke waren:
"fahr bis zu Verpflegung und guck dann weiter. "

8 km haben sich gezogen wie zerkauter Kaugummi ohne Geschmack. Ich weiß nicht recht ob ich einfach nicht mehr wollte, nicht mehr konnte oder beides. Der Trail zur Verpflegung war nur noch eine tiefe matschige Abfahrt wo sich mittig ein kleiner Wasserablauf gebildet hat. Die Matsche war so schön kühl. Den Gedanken mich kurz rein zulegen verschob ich aber ganz schnell. 

An der Verpflegung angekommen bat ich drei mal um Wasser. Ich schob mein Rad langsam zu den Bananen. Da fragten Sie schon ob es mir gut ginge. Ich verneinte dies weil mein Bauch fühlte sich so an als ob er gleich platzen wollte. Und der Kreislauf war auch irgendwo auf der Strecke geblieben. Sie holten mir dann doch lieber mal den Sanitäter und die waren wirklich alle sehr lieb und hilfsbereit. Stellten mein Rad zur Seite, haben mir Schokolade, Cola und sogar ein Kaffee angeboten. 
Der Sanitäter hat Blutdruck und Puls gemessen, alles im normalen Bereich aber er empfahl mir natürlich nicht weiter zu fahren. Ich war bereit mich abholen zu lassen. 



Da saß ich nun, matschig, verschwitzt und kein Zielbereich. Einfach aufgehört. Mein Garmin lief immer noch, es piepste mir zu auf der Hoffnung das wir weiter fahren. 
Die Sanitäterin füllte in der Zeit ein Protokoll aus und fragte ob ich verletzt sei. Meine Antwort war:
"bis auf mein Ego nichts" 



Es fuhren immer wieder ein paar Fahrer vorbei auch zwei Frauen und da merkte ich das ich trotzdem wohl im guten Mittelfeld der Frauen platziert war. Die Enttäuschung wuchs weiter in mir. Der Besenwagen kam und brachte mich zum Zielbereich. Marko rief in der Zeit auch an. 
Marko fuhr zwei Runden in einer sehr guten Zeit von 4h15, Stefan war drei Minuten früher im Ziel. Wirklich stark. 


Wir luden mein Rad aus und ich schob es über den Platz und merkte das ich erstmal für mich sein musste. Ich bin wirklich eine Heulsuse. Ich setzte mich ans Auto und plärrte erstmal wie ein kleines Kind dem sein Lieblingsspielzeug kaputt gegangen ist. Ich hatte nicht mal Lust auf Kuchen. 

Irgendwann hatte ich mich gesammelt und mit allen Leuten die ich gesprochen habe, haben im Endeffekt das gleich gesagt. Kann jedem passieren und einfach einen Hacken dran machen. 
Ich denke es war die Konstellation aus vielen Zusammenhängen. Ich setzte es auf die Liste Erfahrung sammeln

Nach dem wir alles eingeräumt hätten überredete mich Marko noch zu einem Eis und so endete der Tag dann doch noch mit etwas Süßen. 


Sonntag, 11. Februar 2018

Mallorca.... Regen ist was du draus machst

Ich hatte ja schon länger das Bedürfnis mit Marko wegzufliegen und nach langen rumnölen suchte Marko uns ein schönes Hotel raus. Ich fragte Frank und Moni ob sie uns ihre Evoc Reisetaschen ausleihen könnten damit wir unsere eigenen, abgestimmten, gut eingestellten Fahrräder mitnehmen konnten. Für die Beiden war das kein Problem und so konnten wir die Taschen beim WTC im Dezember direkt mit genommen.

Die Zeit verging wie im Flug und so packten wir am Samstag den 3.02.2018 unsere Reise und Fahrradtaschen. Mit dem Auto und den Fahrrädern zu verreisen macht es irgendwie einfacher aber man nimmt eindeutig mehr Zeug mit (man kann ja alles gebrauchen).
Wir kauften extra noch eine Kofferwaage um auch ja nicht zu viel einzupacken. Hätten wir vorher mal ein Probe packen gemacht hätten wir wahrscheinlich eine Tasche sparen können. Aber bis auf fehlende Handschuhe und zu wenige Schlüpfer haben wir an alles gedacht und hatten pro Tasche noch 5kg über. So viel Geld habe ich gar nicht um auf Mallorca shoppen zu gehen um das Gewicht voll zu bekommen.

DAAANKE Moni und Frank

Da wir von Frankfurt aus flogen fuhr uns netterweise meine Mama und Achim zum Flughafen. Wir waren früh da und hatten ,nachdem wir alle Taschen abgegeben hatten, noch schön viel Zeit. Durch etwas Schnee starteten wir ne halbe Stunde später aber waren trotzdem gegen 14 Uhr schon auf der Insel. Am Infoschalter wurde uns mitgeteilt das unsere Fahrradtaschen gar nicht mit angegeben waren aber der Fahrer nahm zufällig einen großen Bus und so hatten wir ein privaten Shuttel Service zum Hotel. 

ein Bus für uns alleine
Da unser eigentliches gebuchtes Hotel noch renoviert wurde, wurden wir von drei auf vier Sterne Hotel umgebucht. Die wussten nichts von ihrem Glück das wir kommen trotzdem bekamen wir erstmal einen Sekt zum Empfang um die Wartezeit zu vertreiben. 

ein Sekt auf nüchternen Magen.... wir mussten laange grinsen
Nach kurzer Zeit war alles geklärt und wir hätten sogar noch die Wahl gehabt in ein anderes Hotel gehen zu können aber wir waren auf dem ersten Blick sehr zufrieden und die Fahrradgarage, das Zimmer, das freundliche Personal und das verdammt gute Essen hat uns in unserer Entscheidung nicht enttäuscht. 

Eintritt mit Chipkarte, extra Schloss für die Räder, Luftpumpe und Wasser für die Getränkeflaschen
Wir zogen uns fix um und bauten noch schneller die Fahrräder zusammen als wie wir sie auseinander gebaut hatten. Raus aus der Garage, rein in den Regen, einmal um den Block und dann unter die Dusche und ab zum Abendessen. Das Buffet, vor allem der Nachtisch entschädigte dafür sehr. 


Die Wetterprognose für unsere Urlaubswoche war eher unbefriedigend aber wir ließen uns nicht ganz unterkriegen und machten das Beste draus. Marko plante Abends die Route um morgens bzw. nach dem Start dann zu ändern. 

So fuhren wir Montag anstatt zum Cap Formentor die Runde Puig Randa. 


Laaaaaange Flach und dann Randa hoch. Wo sich viele Rennradfahrer tummelten. Auch wenn du schon gut am pumpen bist, wenn dich eine Gruppe überholt erhöht Mann/ Frau automatisch das Tempo und versucht wenigstens kurz mitzuhalten.

das braune Trikot hab sogar ich erkannt
In Deutschland ist es als Frau wirklich einfach Platzierungen bei Strava abzukassieren aber hier wo wirklich viele Frauen fahren und auch schnelle Frauen fahren gab es das erste mal keine Auszeichnung für mich und ich habe mich am Berg wirklich angestrengt. Mich freut es weil ich so den realen Stand meiner Stärke endlich mal sehe. Fazit: Ich sollte nicht jeden Abend zum Dessert Buffet aber was sind 5h Radfahren ohne sich Abends dann mit einem (Anmerk. der Redaktion *DREI* ) Schokoladenkuchen zu belohnen?  Wo für strenge ich mich den an?


Für Dienstag war die Wetterprognose so schlecht das wir einfach beschlossen schon ein Tag Pause zu machen. Direkt nach dem Frühstück liefen wir ne gute Stunde am Strand entlang und machten anschließend noch eine Stunde Krafttraining auf dem Zimmer.

wir blieben trocken beim spazieren...

... am Hotel wieder angekommen, fing es an zu regnen und hörte auch nicht mehr auf.

Der Mittwoch morgen begann früh für uns weil wir eigentlich sehr früh auf den Rädern sitzen wollten. Wir standen in voller Montur und den Rädern in der Hand vor der Fahrradgarage und guckten dem Regen zu. Radschuhe wieder aus und ab zu Kaffeerunde Nr.:2. Dabei beobachten wir das britsiche Nationalteam ob sie die Räder satteln oder eine bessere Idee hatten um den  Tag produktiv zu nutzen. Die Briten sind abgehärtet und machten es uns vor. Also rein in die Regenklamotten und auf ging die "spritz" Tour.



Auch wenn es mit 6 Grad nicht wirklich warm war und es immer wieder nieselte, war die Tour durchs Hinterland optisch sehr schön.


Zum Sant Salvador fuhren wir auch wieder zügig hoch um uns bei der Abfahrt gewaltig den Arsch abzufrieren aber wer keine Wechselklamotten mit hat muss einfach schneller treten um wieder warm zu werden.



Wir hatten uns für 16:30 Uhr einen Termin zur Massage geben lassen und waren ganz leicht in Zeitverzug so das Marko auf die Idee kam noch eine Abkürzung zu nutzen. Also fuhren wir einen kleinen Abstecher durch den Nationalpark und genossen eine kleine Matschpackung. Da fährt man extra Rennrad um sich nicht völlig einzusauen doch Marko findet noch ein Matschloch/weg.

ich war begeistert

Marko fand es super...

Am Donnerstag stand für uns zum Ziel das Cap Formentor auf dem Plan. Einmal zum Leuchtturm hin und es bleibt einen ja nichts anderes über wieder zurück.





Von dort aus Richtung Pollenca und dann über den Col de Femenia. An einer Tankstelle füllten wir fix die Flaschen auf und wollten eigentlich noch zum Sa Calobra aber die Kälte und die Zeit zwang uns zum umkehren und wieder zum Hotel zu fahren. Die Abfahrt (Col de Bataia) war mit verschwitzten Klamotten und 2 Grad wirklich verdammt unangenehm aber durch seine ganzen Serpentin sehr schön.



Freitag merkte ich die Belastung der Vortage ganz minimal in meinen Beinen und machte einen Tag Pause mit einer Stunde Yoga, einer Stunde Sauna und danach lief ich noch etwas am Strand entlang.



Für Marko stand ein weiterer langer Tag im Sattel bevor, aber hier machte Ihm der Regen einen Strich durch seine Planung. Durch mehr Tempo kompensierte er die fehlende Trainingszeit das somit wenigstens die Belastung stimmte. Er kam zur selben Zeit zurück wie ich vom spazieren und so konnten wir zusammen im MAMO leckere Tapas essen gehen.

                                                       BILD MIT LECKEREN TAPAS
                                       (stellt euch vor wir hatten beide mal nicht die Handys mit)

Der Samstag gestaltete sich laut Wetterapp als sehr verregnet aber wir Beide sind mit der verrückten Idee aufgestanden dem Wetter zu trotzen und liehen uns ganz spontan ein Auto aus. Mit dem fuhren wir dann voller Überzeugung nach Soller um den Sa Calobra mit den Rädern in Angriff zu nehmen.



Aus undefinierbaren Gründen (bisschen Schnee) wurden beide Zufahrtswege gesperrt und wir fuhren mit unsere Rennräder gemütlich zwei Pässe 3,5 Stunden über die Insel um hinterher vom Hotel noch eine kurze sehr windige mit Graupelschauern bestückte Runde zu fahren. Natürlich stellten wir Beide fest das unsere Beine sich top anfühlten und waren einfach froh nach 1,5h mit wenigstens gewaschenen Fahrrädern am Hotel zu sein.

ja wir sind auf Mallorca und ja vor zwei Tagen sind wir hier noch ohne Schnee hoch gefahren

der Tag der vielen Pläne, ob vernünftig oder nicht Spaß hatten wir trotzdem


Fazit Fazit:
Für den nächsten Flug im Frühjahr geben wir einfach etwas mehr Geld aus um auf eine Insel zu fliegen wo die Wahrscheinlichkeit gutes Wetter zu haben größer ist.
Die Spanier sind super freundlich.
Das Essen war mega lecker.
Die Straßen sind besser als alle gesagt haben.
Die Autofahrer waren sehr vorbildlich, wenn Saison ist stelle ich es mir aber für alle auf der Straße stressiger vor.
Sonnenmilch und Badekleidung waren sehr überflüssig.

Wir lieben Urlaub

Mittwoch, 13. September 2017

Event Hopping

Eigentlich wollten wir ja weniger Rennen dieses Jahr fahren aber beim eigentlich blieb es. 
Seit dem letzten Bericht von uns ist so einiges passiert. Wir fanden aber leider keine Muse und Zeit über jedes Ereigniss zu schreiben. Irgendwas bleibt immer auf der Strecke. 
Ich habe mich gerade selber erschrocken, als ich sah dass unser letzter Bericht im Juni vom 24h Rennen in Finale Ligure war und anschließend geguckt habe was wir danach so gemacht haben.


Anfang Juli überraschte mich Marko noch mit dem 24h Rennen 2much4you im schönen Hochwald  (Zittauergebirge). Wir wurden vom IBC DIMB Racing Team eingeladen dort im vierer Mixed zu fahren. Da Marko vor Monaten schon zu gesagt hatte konnten/wollten wir nicht absagen. Regenklamotten eingepackt und auf ging es in die Schlammschlacht mit Dauerregen.



Ich stellte mir bei der schönen Landschaft wirklich die Frage mehrfach, warum wir hier eigentlich NUR im Kreis fahren. 
Da wir keine Urlaubstage mehr über hatten planten wir das ich Nachts schlafe um uns Sonntag heile nach Hause zu bringen. Die Jungs Marko, Steffan und Karsten schlugen sich wirklich wacker bei dem Dauerregen und meine Rundenzeiten vom Samstag waren ausreichend um einen sehr nassen und matschigen 3.Platz in der Mixedwertung einzufahren. 



Ende Juli war mit den Eulen ein vierer Spaß Mixed Team, ein vierer mit Ambitionen Herren Team und Frank und Moni als 2er Mixed beim Night on Bike 24h Rennen geplant. Moni und Frank feuerten uns bis zu ihrem Einsatz beim 12h Rennen fleißig an. Katrin verpflegte uns mit einer Gourmet Küche Deluxe die gesamte Zeit über. Es gibt nichts geileres mitten in einer mal wieder verregneten Nacht heißen Milchreis zu löffeln, wenn man Sacknass vom Fahrrad rutscht. Thorsten kümmerte sich um die Zeiten, hielt uns auf den laufenden und kümmerte sich um alles was so anfiel.



Die Männer Olaf, Olli (Gastfahrer), Martin und Marko mussten bis zum bitteren Ende kämpfen um anschließend verdient den 2. Platz zu kassieren. Unser Gastfahrer Dietmar, die 24h Neulinge Timo und Simone kämpften mit mir, als ob wir nie etwas anderes gemacht hätten und landeten mit der gemeinsamen Matschpower auf Platz 3. Mit nicht so harter Konkurrenz haben Moni und Frank sauber den ersten Platz in den 12h eingefahren. Erlebnis vor Ergebnis aber die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. 





Anfang August stand Duisburg 24h noch auf dem geplanten Rennterminkalender. 
Marko wollte auch hier mit Kampfeslust das Rennen mit Stefan, Erik und Stephan bestreiten. Wir Tobi, Olli, Stefan und ich wollten es noch mal probieren aber nach Regen, Sturz vom Tobi, kein Bock vom Stefan und auch das schlafen legen vom Olli war ich Nachts auf einmal vom Team alleine und schnappte mir nach 3x3 Runden um 6 Uhr mein Handtuch und ging Duschen.



Die Sonne kam raus und Olli und Stefan konnten es wohl nicht auf sich sitzen lassen das ich dies Jahr schon wieder mehr Runden hatte wie im letzten Jahr. Also fuhren die beiden jeder noch ein paar Runden bis das Rennen endlich zu Ende war. DUISBURG wir sehen uns NICHT wieder. Marko´s 4er kam hier auf einen wirklich sehr guten 6 Platz bei den 4er Herren und sogar auf den 12 Platz Gesamt, #Hammerkrank die Männer



Ende August kam mein Jahres Highlight. Marko meldete sich, Stefan und mich Anfang des Jahres spontan beim Ötztaler Radmarathon an. Das wir ausgelost werden dort zu starten war eigentlich hoffnungslos aber irgendwann bekamen wir die Email und wir erlitten alle einen kleinen Herzinfarkt. Unseren Arbeitgebern sei gedankt dass sie es irgendwie möglich gemacht haben noch ein paar Tage frei zubekommen. 
Wie das Schicksal es so wollte wurde uns direkt eine Ferienwohnung vom bekannten MTB Rocker Team Tobi überschrieben. Putzig das er und Mike In der zweiten Auslosung auch noch gezogen wurden.
Also ging es zu Fünft in die Startaufstellung am 27.08.2017 um 6:30uhr in Sölden zum 37. Ötztaler Radmarathon mit dem wahrscheinlich hässlichsten Finishertrikot ever aber dafür einer geile Unbreakable Gloryfy Sonnenbrille Sonderanfertigung im Wert von viel Geld an den Start.



Vier Alpenpässe 236km mit 5500 HM. Sölden-Küthai - Brenner - Jaufenpass - Timmelsjoch - Sölden. Bäääääm was hab ich mir fast ins Sitzpolster gekackt aber konditionel ist es zu meistern, mental ist es ne verdammt harte Herausforderung. Die Jungs sind es irgendwie zusammen gefahren und ich kämpfte mich "alleine" durch. Ja es waren immer Fahrer um mich herum aber treten und denken tut Frau alleine.


Am Brenner schickte mir der Herr zwei Italiener die mich auffordern mit zu kommen, so schleppten mich Giovanni und Ilario bis zum Aufstieg Jaufenpass ab. Ich bin Ihnen bis heute so dankbar und freue mich tierisch drüber das sie mich bei Facebook angeschrieben und mir noch mal ihre Begeisterung meiner Leistung zukommen lassen haben.




Wenn ich zurück denke kribbelt es immer noch in mir und lässt es trotzdem so unwirklich erscheinen. Ich hätte gerne mehr vom drumherum so wie Landschaft, Event am Ende und so mit bekommen aber dafür war ich zu konzentriert und im Ziel zu nass geregnet und einfach am Ende meiner Kräfte.


Eine Woche später wurden wir netterweise noch mal vom IBC DIMB Racing Team zur Team Meisterschaft beim Rennsteigride im schönen Thüringerwald eingeladen. Marko hatte Bock die Teammeisterschaft zu gewinnen und ich war so unmotiviert überhaupt irgendwas zu machen aber bei Teamevents und als einzig gemeldete Frau vom Racing Team musste ich dadurch. Ich sollte ja auch das Fully fürs nächste Event ausprobieren, was ich dann auch tat. Also zu den Jungs nach ganz, ganz vorne in dir Startaufstellung eingereit und zack ging es rein in die Gefühle:

Ich hab kein Bock... warum tue ich das hier eigentlich... warum haben immer nur die anderen ein technischen Defekt... an der Streckentrennung fahr ich einfach die kurze Strecke, ach scheiße jetzt bin ich doch richtig gefahren.... oh eine Frau da muss ich dran bleiben...schade das sie Bergab nicht mit halten kann...  oh noch ne Frau... oh noch 5 Kilometer... uups Platz 1 in meiner AK und 3. Platz gesamt Damen von sogar 15 Frauen.



Marko rockte das Ding so gut, dass es sein bestes Rennen ever war. Insgesamt Platz 10 AK (Gesamt 18) und die Teammeisterschaft auf Platz 2.


Da ich als einzige teamfahrerin da war bekam ich von der Ausschüttung unserer Sponsoren auch noch ordentlich was ab. 
Gelohnt hat es sich somit auf Jedenfall.




Da wir ja gefühlt alle Gewinnspiele bei Facebook mitmachen hatten wir das Glück bei dem Gewinnspiel von Firma Odlo einen Startplatz für die letzten beiden Etappentage der Swiss Epic mit Hotel Übernachtung, Gepäckservice und ein Satz Radklamotten für Jeden von uns zu gewinnen. Morgen den 14.09.2017 ist es dann so weit. Nächste Reise Schweiz unser Jahr werden wir danach ganz genüsslich in Pod Smerken mit den MTB EULENEXPRESS ausklingen lassen.

#NOMIMIMI
#ilovecyclingandtalkaboutit
jule-radelt.de



RIDE ON
Eure Marie  #küsschen