Freitag, 2. Dezember 2016

Verfrühte Weihnachten

Es war nie meine Absicht Marko zu nötigen das er fast gezwungen war so zu handeln. Obwohl er zu 100% selber davon profitiert wenn man genau drüber nachdenkt.

Fangen wir damit an das wir uns im Winter 2015 einen BKOOL PRO SMART anschafften. Wir waren super zufrieden und haben Beide gemerkt Watttraining bringt uns weiter. Der Frühling kam und wir lachten uns für eine kurze Zeit einen Trainer an. Der empfahl uns natürlich auch ein Wattsystem für die Mountainbikes.
Marko war ja schon die ganze Zeit auf der Suche nach passenden Modellen für uns, weil er unbedingt auch auf der Straße mit Watt trainieren wollte. Ich fand es nur sinnvoll und stimmte den Kauf zu. Die Kurbel von Rotor kamen und machten uns Beide sehr glücklich. Das Training verlief erfolgversprechend nur die Arbeit mit dem Trainer beendeten wir auf unseren Wunsch hin.

Der Sommer kam und der Rollentrainer staubte etwas ein. Draußen fahren ist einfach schöner.
Aber leider ist nicht immer Sommer und wenn ich bis 16 Uhr arbeite ist es ab Oktober dunkel wenn ich nach Hause komme aber das Training soll deswegen nicht drunter leiden.Schließlich wollen wir für Finale Ligure fit sein.

Am 1.11.2016  war es dann so weit, ich sitze das erste mal seid dem 10.03.2016 auf der Rolle. Ich trete in die Pedale und stelle nach kurzer Zeit fest das Puls, Watt und Beingefühl kein Stück übereinstimmen. Frustration tritt in mir auf und ich fange an Marko an zu meckern mit "hier stimmt was nicht", "Marko guck doch mal", "so ein Mist" "Marko tue doch was". Ich fühlte mich selber schon ganz pläm pläm und hatte kurze Zeit schiss das ich einfach akzeptieren muss schlechter geworden zu sein. 100 Watt mit einem 130 bis 140 Puls waren seid dem ich mit Watt begonnen habe nie meine Werte. Bei dem Puls kann man trotzdem noch mal 50 Watt drauf packen. Aber es blieb einfach frustrierend und wir einigten uns darauf das ich mich an meinen Puls halten soll. Für mich als Perfektionisten sehr schwierig.

Wir überlegten ob wir uns für viel Geld eine neue Rolle kaufen oder ob wir für die paar Monate es einfach so lassen. Die Tage vergingen und Marko wurde etwas stiller und nachdenklicher.
Das er in dieser Zeit geheime Pläne schmiedete bekam ich nur so leicht mit. Bei unserer letzten Tour , fragte Stefan uns wann den unsere Pedale kommen. Ab da an hatte ich eine leichte Vorahnung aber ich hielt schön artig meine Klappe weil ich ja dachte es wird vielleicht ein Weihnachtsgeschenk.

Marko kann ganz schwierig Geheimnisse für sich behalten. Vor allem wenn es so funktionelle und nutzvolle Geschenke sind. Er war die Tage so aufgeregt und redete immer von Geschenken und das Paket so lange auf sich warten ließe machte es für ihn definitiv nicht einfacher.

Anfang Dezember, für Nikolausgeschenke hatte ich noch nicht mal eine Idee aber wir nennen ihn mal den heiligen Mariekotag, den Tag an dem das Weihnachtsgeld kam. Ich kam nach Hause und wollte Marko eigentlich überraschen und ihm erzählen was ich unvernünftigerweise gekauft habe als er wie ein kleiner Junge vor mir stand und zappelnd mich nötigte unbedingt heute noch mal auf die Rolle zu gehen. Ich war eigentlich schlapp von der Arbeit und wollte mich eigentlich nur aufs Sofa legen aber er drückte mir mit dem dicksten Grinsen ein großen Karton in die Hand und sagte "ich glaube du willst heute doch noch Rad fahren?!"


Ich starrte den hübschen schwarz, rot mattfarbenden Karton mit der großen Aufschrift BePro an und klappte ihn voller Vorfreude auf. Da lagen sie, die kleinen schwarzen Pedalen. Sie glänzten so schön neu und versprachen Genauigkeit, Schweiß, Freude und Leid. Ich grinste über beide Ohren.


Ich hörte aus dem Wohnzimmer nur ein klick klick und stellte fest das Marko seine erstmal ausprobieren musste. Er radelte eine Stunde und ich kochte in der Zeit schnell etwas, baute die neuen Pedale so weit es für mich ging an ( hatte Angst etwas kaputt zu machen ) und zog mir meine Radhose an.

Die Lustlosigkeit verflog im nu. Ich klickte ein, es fühlte sich etwas anders an als bei den normale SPD-SL Pedale aber auch nur reine Übungssache. Kurz kalibriert und alles war sofort Einsatzbereit. Zwift erkannte sie sofort und auch mein Garmin machte keine Anstalten das neue Familienmitglied zu finden. Nach kurzen pedalieren und Pulskontrolle sagte ich zu Marko mit einem dicken Grinsen: "endlich stimmt wieder alles"
Ich fuhr und fuhr und es fühlte sich richtig gut an. Ein kleiner Sprint löste leider kurz die Pedale und Marko musste noch mal alles festziehen und an meinem Schuh etwas optimieren aber danach konnte ich problemlos 2 Stunden einfach meine gewohnte Grundlage mit dem passenden Puls genießen.

Ich bin jetzt schon sehr gespannt wie es ist mit den Pedalen dann im Frühjahr ist draußen zu fahren. So kann ich mit dem Rennrad genauso effektiv trainieren wie mit dem MTB und wir können uns damit noch besser auf unsere Saisonhöhepunkte 24h Final Ligure und 24h Duisburg vorbereiten.

Fest steht jedenfalls das die BePro eine sehr kostengünstige weitsichtige Alternative zu einem neuen Rollentrainer sind. ZZusammen mit unserer steuerbaren Rolle haben wir nun ein wirklich potentes Trainingslager zu Hause.
In den nächsten Wochen halten wir euch mit weiteren Berichten zu unserem Wintertraining auf dem Laufenden.

POWERMETER 24
BePro



Montag, 7. November 2016

Fischteichhölle 2.0


Zu unserem Vereinsrennen durfte ich auch wieder auf der Mitteldistanz an den Start gehen.
Da man aber beim eigenen Event nicht einfach nur fährt sondern auch Dienst hat, reisten wir schon am Samstag an um beim Aufbau und beim Strecke abstecken zu helfen.
Während Marie Hilfe anbot wo sie gerade nötig war flatterte ich die Strecke mit Frank, Marco, Simone, Franzi und Luis ab. Hierbei stellte ich dann gleich fest dass der Regen der letzten Tage die Strecke ziemlich schwierig machen würde. 

Die Nacht verbrachten wir bei Frank und Moni, die uns super bewirteten und eine Story nach der anderen über Ihr Himalaya Abenteuer erzählten. Es wurde viel gelacht, getrunken und gegessen sodass wir fast vergaßen dass wir uns so langsam mal erholen sollten. Schließlich sollten wir alle um 5.00 Uhr am Treffpunkt sein.
wer will so einen Pokal den nicht haben????

Nach einem sehr kurzem Frühstück machten wir uns an die Arbeit. Mit Frank und Marco machte ich mich auf den Weg die Strecke final abzuflattern und natürlich hatten wir am Vortag wohl ein zwei Stellen übersehen.
Nachdem hier alles getan war hatte ich noch genau 30 Minuten zum umziehen, nochmal etwas Essen, Startnummer abholen usw. Also ruck zuck zum Auto gerast während dessen Mett- und Nutellabrötchen gefuttert und direkt ein Gel verdrückt.
Im Prinzip eine Minute vor Start reihte ich mich ein. (danke Florian für Platz frei halten). Kurz rundum „halloo und viel Spaß“…. Start und für mich war es dann  so:

okay es geht los…recht gemütlich…ähh okay jetzt geht’s los….treten treten treten…hallo Claudi… immer schön Olaf im Blick halten…Alter was bügeln die hier so lang….toll Stau an der ersten Pfütze….da fahren sie davon….Kopf hoch Attacke…läuft gut…läuft echt gut….ich kotze gleich, hätte ich mal lieber nix gegessen….ah Windschatten…läuft wieder die Leute passen gut….Fango äähhh..uuhhhh….mein Rad es leidet mehr als ich…endlich wieder Trail´s....Wasser okay da wird das Rad sauber…treten Jungäää….und Runde 1…läuft doch gut…trinken nicht vergessen und jetzt freie Fahrt nutzen….allways hardcore….döp döp döp….

So verging die Zeit echt schnell und als ich im Ziel war reichte mir Moni ein leckeres alkohlfreies Weizen. Marie und Tine empfingen mich und meinten nur: „du ziehst dreckig aus?!“ ich spürte irgendwie eine tierische Erschöpfung und musste mich erstmal setzen.
Marie schaut mich an und fragt: „Schatz du hast Rotze im Gesicht….hast du dich etwa angestrengt???“ Ich will antworten kann aber nur husten…es ertön aus Ihrem Mund: „ahh ein Belastungshusten komm ich hole dir was zu essen“ 
Ich machte mich dann sofort auf dem Weg zum Auto um mich umzuziehen während Marie mein Rad reinigte (beste Frau der Welt), da ich das noch für meinen Streckenposten Dienst brauchte.

Frank und Axel in ihrem Element

Der Tag ging dann echt schnell rum helfen hier, helfen da, abflattern bis in die Dunkelheit.
Es war anstrengend aber ein super tolles Event.
Mein Lieblingszitat von Kindern die gerade auf den schwierigen teil der Strecke einbogen:
„ohh nöö jetzt kommt wieder das Scheißstück“


Aber trotzdem waren alle zufrieden den Jeder ist heute ein Stück weit über sich hinausgewachsen. Was sich viele Eltern nicht vorstellen konnten meisterten die Kinder fast ohne Mühe.
Daher mein Appell an alle Veranstalter und auch Eltern:
TRAUT EUCH ETWAS ZU, MACHT ETWAS NEUES.
Wir wachsen alle nur mit unseren Aufgaben. 

Die Fischteichhölle zeigte wieder einmal was man alles schaffen kann wenn man mit Leidenschaft, Teamwork und Kreativität an ein Projekt heran geht. 
Wir sind beide sehr STOLZ zu diesem Team zu gehören.
Ach ich habe mir den 9 Platz in der AK erfahren (21 Gesamt). damit bin ich mehr als zufrieden.



Dienstag, 20. September 2016

Jeder ist sein Glückes Schmied...

Marko hatte den großen Wunsch dieses Jahr noch mal ein 12h Rennen mit mir ihm zweier Mixed zu fahren. Ich fand die Idee ganz gut und es dauerte nicht lange da hatte Marko auch schon ein Termin rausgesucht. In Weilheim soll laut Empfehlungen immer ein sehr schönes Rennen sein. Nachdem ich mich zwischendurch mal erkundigt hatte wo Weilheim genau liegt und wie weit entfernt das von uns ist, kam ich ins grübeln. Ich rechnete Marko den ganzen Spaß einmal vor und ließ die Zahlen zwei Wochen im Raum stehen. 


Ich habe von Markos Planungen und Ideen wirklich kein blassen Schimmer gehabt bis er Mittwoch Abend vor mir stand und sagte: "Schatz das Rennen ist für uns wegen angesagten Schlechtwetter abgesagt, aber wir packen jetzt unsere Sachen und werden 4 super Tage miteinander verbringen.


Ich bin ja eigentlich der Kontrollfreak und möchte immer alles wissen, nur diesmal habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen und so saßen wir Donnerstag morgen um 5 Uhr im Auto in Richtung: irgendwas was Marko im Navi eingegeben hat. 


Je weiter wir fuhren um so höher wurden die Berge und Marko ließ verlauten das wir noch eine Vignette für Österreich und Schweiz kaufen müssten. Unser erste Etappe des Wochenende war dann der Plansee, Tirol. Dank des Internets und Markos tollen Ideen hatte er uns eine süße kleine Alm als Unterkunft raus gesucht. Zu unserm Glück hatte die Karin von der Musteralpe am Plansee sogar noch Zimmer frei. Alle Zimmer, da wir die einzigen Schlafgäste waren. Außerhalb der Saison macht das Spontansein ziemlich einfach. 


Das Zimmer wurde extra für uns zurecht gemacht und wir konnten in der Zeit einmal um den See mit den MTB's fahren. Der Höhenweg versprach viel Spaß, Spannung und eine Traumhafte Aussicht. 



 
Unser kleiner extra Schlenker war unbeabsichtigt, gewollt und denn dabei konnten wir nicht nur die Schönheit der Tirolererlandschaft genießen, nein sogar ihre tierischen Bewohner. 




Nachdem wir den "richtigen Weg" wieder gefunden hatten konnten wir einen technisch anspruchsvollen Trail von 2 km direkt am Wasser genießen. Unsere Jubelrufe waren glaub ich ziemlich weit zu hören.





Der Trail spuckte uns direkt an unsere Unterkunft wieder aus und der nächste Plan war frischer Kaiserschmarn mit Eiern von Glücklichen Landhühnern und einen Sprung in den See.
Wer hat schon das Glück im September noch in einem See zu springen der Glasklares Wasser hat?



Zufrieden gingen wir in unser kleines super süßes Schlafgemach um Energie für die nächsten Tage zu tanken. 

so lässt es sich wirklich gut schlafen

4:30 Uhr klingelte nicht der Wecker sondern die Glocken der Kühe, der Stall war direkt unter uns. Dies wurde uns aber vorher gesagt und das leckere Frühstück entschädigte für die kurze Schlafunterbrechung.
Als wir unsere Übernachtung zahlen wollten und uns gesagt wurde das Kartenzahlung nicht möglich ist, stand uns die Schamesröte is Gesicht geschrieben. Es fehlten 20 Euro und Marko fragte Karin wo den der nächste Geldautomat wäre. Die Sprache verschlug es uns als sie sagte das passt schon so. SO viel Glück konnten wir doch gar nicht haben oder? Doch es war ihr voller ernst. Mit vielen Danksagungen verabschiedeten wir uns und versprachen ihr das wir wieder kommen werden um auf jedenfall noch mal bei ihr zu Übernachten und unsere Schulden ab zu bezahlen. 


Liebe ist ein Abenteuer

Unsere zweite Etappe verriet mir unsere Vignette ja schon. Die Schweiz, genau gesagt Lugano sollte unser weiteres Ziel sein. 
Auch hier machte uns das Internet wärend der fahrt  viel möglich. Marko buchte von unterwegs aus unsere nächste Unterkunft. Was ein Zufall das sie genau so hieß wie unsere Unterkunft wie in Finale Ligure (Bericht klick hier),  La Selva in Pura IT etwas oberhalb von Lugano, da mussten wir uns ja wohl fühlen.   





Das kleinste übel an der Unterkunft, wie auch in Finale war das man erstmal eine 20% Rampe hoch musste aber dafür war die Aussicht von unserer Terasse wieder jede Anstrengung wert.



Als wir ankamen regnete es aber wir wollten eh erst Lebensmittel einkaufen und in Ruhe ankommen. Um 17 Uhr klarte es auf und wir konnten die tolle ausgeschriebene MTB Route 353 gemütlich abfahren.



Laut Wettervorhersage, die Marko seid Wochen genau studierte und so unser Wochenende geplant hatte, versprach der Samstag ein schöner sonniger Tag zu werden.
Wir machten uns um 7 Uhr mit dem Auto nach Lugano auf um von ganz unten mit dem MTB's zu starten. 1200HM am Stück wollten erklummen werden bis auf 1643 Meter über Null sollte es gehen.




Über Capriasca ging es den Monte Bar hinauf. Von hier aus konnten wir schon eine unbeschreibliche Aussicht genießen.




Je höher wir kamen um so mehr nahm der Wind zu. Da der Weg im Zick Zack hoch ging hatte man immer mal wieder super starken Rückenwind oder extrem fiesen Gegenwind. Marko gab alles um mir Windschatten zu spendieren und so pedalierten wir 2,5h den Berg rauf.


An der ersten Verpflegungsstation war leider nur eine große Baustelle und der Wind pfiff so sehr das wir einfach weiter fuhren.
Entlang des Hanges bogen wir dann endlich in den ersten Trail Richtung Passo San Lucio ein. Leicht nervös so einen schmalen Weg am Hang entlang zu fahren und zu merken das der Anstieg doch ein paar Körner mehr gekostet hatte nahm mir für einen Moment die Freude. Durch ein paar Schiebepassagen und Markos motivierenden Worten bekam ich aber langsam wieder die Sicherheit und konnte sowohl die Fahrt als auch die Aussicht genießen.



Die unendlich gefühlte Weitsicht, die wunderschöne Natur, die einsigartige Stille mit dem Flüstern vom Wind und Vögeln ist ein Erlebnis was ein unheimliches schönes Gefühl in einem erweckt.

ja Marko ist auf diesen Bild noch drauf

Die Sonne schien uns direkt in die Seele und ließ den ganzen Alltags Stress einfach mal vergessen.



Wir mussten vor lauter Seelebaumeln lassen aufpassen den plötzlich standen die hübschen Rinder vor uns und guckten uns mit ihren drolligen Augen und angsteinflösenden Hörnern an.




Sie machten stellenweise keine Anstalten uns auszuweichen, das hieß für uns Slalom fahren und immer schön die Hörner im Auge behalten.



Im Trail kam uns eine Gruppe Mountaibiker hinterher. Sie sagten das gleich eine Alm kommt.
Wir freuten uns auf eine Kaffee und auf eine leckere Brotzeit.





Wir saßen mit der Gruppe zusammen am Tisch und unterhielten uns sehr freundlich. Die Gruppe bezahlte und wünschten uns noch viel Spaß. Marko wollte auch bezahlen aber der Wirt sagte das der Tisch schon komplett bezahlt ist. Das war wirklich nicht unsere Absicht das sie unsere Rechnung übernehmen aber aufgefallen ist es ihnen wohl auch nicht.
Wir hatten noch gehofft sie im Trail wieder zu treffen um unsere Schuld zu bezahlen aber sie waren schon fort.



Von der Alm aus ging es nur noch Berg ab wieder Richtung Lugano. Zwischen Cima de Fujorina und Denti della Vecchia irgendwo im Wald schoss ich etwas zu schnell über eine Kuppe und erkannte zu spät das es ziemlich steil auf weichen Waldboden bergab geht. Das hieß irgendwie am Lenker festhalten und Arsch weit hinter dem Sattel positionieren. Eine Spurrille ließ mich mit dem rechten Bein ungewollt ausklicken, so daß ich einen kurzen Moment auf meinem Hinterrad saß aber irgendwie schaffte ich es auf dem Rad zu bleiben und nicht zu stürzen. Ich musste lauter als Marko über diese Situation lachen und hätte mich sehr gerne von hinten gesehen wie ich da den Berg rutschend, halb auf dem Fahrrad hängend runter manofrierte.
Anmerkung Marko... es war einer der besten Stunts die ich je gesehen habe selber hätte ich es nicht besser machen können...jetzt weiß ich wenigstens wie Stefan sich immer fühlt wenn ich soetwas abziehe.




Ruck zuck waren wir wieder am Auto, mit einem kleinen Hungergefühl überredete ich Marko noch weiter zur Promenade zu fahren um dort vielleicht noch was zu essen. Wer Italienisch lesen kann ist klar im Vorteil und hätte gelesen das Kinderfest ist. Wenn man Stundenlang fast einsam die Ruhe und Weitsicht genießt und plötzlich auf Tausende Menschen auf kleinem Platz trifft und Hunger hat, kann man recht schnell überfordert sein.






Wir fuhren zum Auto und holten uns im nächsten Supermarkt ein Muffin und ein Eis. Wir haben uns einfach auf unsere Trasse gesetzt das Eis, den Muffin, die Aussicht und vor allem die Ruhe und die Zweisamkeit genossen.  Es fing an zu tröpfeln und wir saßen mit einem dicken Dauergrinsen einfach nur da und haben unser Leben genossen. Am Abend fing es noch an zu Gewittern und stark an zu regnen aber dass störte uns keines Wegs.



Der Sonntag kam eigentlich viel zu schnell aber direkt nach Hause fahren kam für uns nicht in frage. Auch hier war uns das Internet wieder eine große Hilfe und es wurde uns über das IBC Forum eine Strecke empfohlen die wir unbedingt noch fahren sollten.

da mussten wir mal etwas Improvisieren


Auch wenn der Boden vom Regen noch ziemlich nass war, machten wir uns auf um schnell noch 24km mit 50% Asphalt und 50% Trails zu fahren.




Empfehlungen ist fast wie Garminrouting. Eine aufregende Sache mit Aussicht aufs Ungewisse. So kam es das wir voller Vorfreude in den Trail zwischen Novaggio und Cademario einbogen. Der Trail begann ziemlich flog und wurde immer ruppiger. Harzstyle dachte ich mir und plötzlich standen wir vor Treppenstufen und total verlocken Stellen. Okay wir schulterten die Fahrräder und maschierten 30 Minuten einen sehr schönen Wanderwege / Downhill hoch. Die Schweizer verstehen unter Flow ganz klar etwas anderes als Wir.



Zwischendurch fing es leicht an zu regnen aber durch die hohe Luftfeuchtigkeit und milden Temperaturen schwitzten wir ganz gut und es war eine angnehme abkühlung.

da ging es hoch

Der Wald wirkte wie ein Urwald. Ganz anders wie das erlebte zum Vortag. Irgendwann spuckte der Wald uns auf der anderen Seite von Cademario wieder aus und wir konnten noch mal etwas italiensichen Flair geniesen.




Das war ein toller Abschluss für so ein schönes Wochenende. Marko hat wirklich tolle Ortschaften und Unterkünfte raus gesucht und das die Wetterprognosen so wie er es recherchiert hat so übereingestimmt hat war perfekt.





Auf dem Heimweg empfingen wir noch eine Nachricht das Thomas, vom Team Dowe,15 Minuten hinter uns fährt (er war als Mechaniker bei der SWISS EPIC). 
So trafen wir uns noch auf ein gemeinsames Mittagessen an einer Raststätte und fuhren ohne Stau nach Hause.

In einer Woche haben wir wieder Urlaub. Ich bin jetzt schon gespannt was Marko für uns Plant. Alle die gerne mal mit uns reisen wollen sind immer herzlich auf ein Abenteuer eingeladen.


Adresse und Kontaktaden von der Unterkunft Casa La Selva in Pura könnt ihr gerne von uns erhalten.
Daniela kann sehr gut Deutsch sprechen. Sie und ihr Mann sind wirklich sehr freundlich.

Vielen Lieben Dank noch mal an Karin von der Unterkunft Musteralpe am Plansee.
Wir kommen ganz versprochen wieder